Für den Übergang von konventionell pilotierten Vehikeln über eine fernüberwachte Steuerung bis hin zum vollständig autonomen Fliegen ohne jegliche Überwachung durch den Menschen ist eine Vielzahl von Technologien zu erforschen.
Ziel bis 2040:
Während für die Lufttaxis (eVTOL) für eine Übergangszeit noch die Steuerung durch Piloten an Bord erwartet wird, werden kleinere und größere UAV (beispielsweise Paketdrohnen oder Drohnen zur Überwachung kritischer Infrastruktur) schon jetzt ferngesteuert. Auch für die neuen Passagierdienste im urbanen Luftverkehr wird von einem steigenden Automatisierungsgrad bis hin zur teilweise autonomen Ausführung von Flugmanövern ausgegangen. Zunächst werden hochentwickelte, KI-basierte Assistenzsysteme den sicheren Flug mit Pilot:In an Bord unterstützen, später sollen Konzepte für eine bedarfsweise Remote-Steuerung ermöglicht werden. In diesem Fall sollen Operateure beispielsweise bei Notfällen oder Umplanungen die Steuerung vom Boden aus übernehmen. Grundlegende Flugmanöver wie das Einnehmen eines sicheren Flugzustandes oder eine Notlandung könnten dabei auch vollautonom durchgeführt werden. Zu den maßgeblichen Technologiethemen für das hochautomatisierte und später möglicherweise autonome Fliegen im Sektor IAM gehören die (autonomen) Flugsteuerungsfunktionen, Planungs- und Steuerungssysteme für die Trajektorienplanung und die Flugroutenoptimierung,
die Verfügbarkeit von Mikrowetterdiensten, CNS-Komponenten, insbesondere die Sensorik und Algorithmenverarbeitung für Distributed Access Architecture-Systeme, sowie automatisierte Flugsicherungs- und Assistenzsysteme für die Operateure von eVTOL. Ziel ist die schrittweise Einbindung der neuen Luftraumteilnehmer in einen gemeinsamen Luftraum für etablierte und für neuartige, unbemannte Luftfahrzeuge, zu deren Voraussetzung die weitgehende Sichtbarmachung („Conspicuity“) aller Teilnehmer gehört. Ein solches integriertes Luftlagebild muss über entsprechende Möglichkeiten zum plattformübergreifenden Datenaustausch und die zum U-Space gehörenden Dienste allen relevanten Teilnehmern zugänglich sein. Ziel ist es letztendlich, die technologischen Voraussetzungen für eine weitgehende Integration von Air Traffic Management (ATM) und UAS Traffic Management (UTM) zu schaffen.